Wohnmaschine

Wohnmaschine {f} [Le Corbusier] = Unité d’Habitation
Wohnmaschine {f}
[ugs., hum. oder pej.: anonymes, großes Wohnhaus] = [anonymous, large-scale housing]

Wohnmaschine {f} [ugs., hum. oder pej.: technisiertes Wohnhaus] = [technology-filled home]

  • Google “Wohnmaschine” (10,700 results)
  • Google “Wohnmaschine” -Corbusier (43,600 results… =-O )
  • “1921 prägte Le Corbusier den Begriff „Wohnmaschine“, der als Schlagwort grosse Verbreitung fand. Der Erfinder selbst benutzte den Begriff nur für kurze Zeit und gab ihn dann auf, weil er von seinen Mitstreitern falsch verstanden worden sei. “ bauforschungonline.ch
  • “Die Unité d’Habitation (zu deutsch Wohneinheit), auch Wohnmaschine, ist ein moderner Wohnhaustyp, den der Architekt Le Corbusier entwickelte.” Wikipedia DE: Wohneinheit (Le Corbusier)
  • “The Unité d’Habitation (French pronunciation: [ynite dabitasjɔ̃], Housing Unit) is the name of a modernist residential housing design principle developed by Le Corbusier, with the collaboration of painter-architect Nadir Afonso.” Wikipedia EN: Unité d’Habitation

Originally, Wohnmaschine was the German term for Le Corbusier’s concept of Unité d’Habitation, whose literal translation Wohneinheit is, however, predominantly used as an umbrella term for anything anyone lives in or could live in (villa, apartment, Diogenes-style tub, whatever). Apparently, no “native” English term has ever established itself; the literal translations of the French term, “unit of habitation” or “habitation unit” are rather rare and used like the generic German Wohneinheit instead. Pretentious or not, if you need to refer to Le Corbusier’s housing design in English, there’s little choice but to use the French term.

The German term Wohnmaschine has since become detached from its Corbusierian origins and acquired a negative connotation to describe any large-scale, anonymous, modernist (preferrably, brutalist) potentially crime-ridden type of housing complex. To get the idea, think of London’s (now re-gentryfied) Trellick Tower. Duden defines it, prototypically, as “high-rise residential building” (“Wohnhochhaus”). This strikes me as a bit over the top—not every such building would be labeled “Wohnmaschine”.

  • Here’s an example of contemporary popular usage: “Wohnmaschine. Bitte hört auf damit. Hört auf in den Medien, sei es die Bild, sei es der Tatort, oder sonstwer, die Großraumsiedlungen zu verteufeln. Ihr stellt euch mit Sido auf eine Stufe. Er singt von seinem Plattenbau, der dreckig ist, wie eine Nutte, wo Drogen und Sex die Alleinherrscher sind. Seine Gedanken, sein Herz, sein Leben, seine Welt sind in dem besungenen Plattenbau konzentriert. “ wulfgaeng.blogspot.com
  • Here is an early example of Wohnmaschine being used as a generic term (still without the connotation of crime): “Die Wohnmaschine. […] Zur dauernden Erinnerung an sein bisher schon an zweifelhaften Denkwürdigkeiten nicht gerade armes Stadtregiment will der 54jährige OB nämlich einen Mammut-Wohnblock errichten lassen, der vor allem einen Vorzug vor anderen Blöcken haben soll: der größte des Kontinents zu sein. […] Wie man sich darin befinden wird, kann vorerst nur mit Hilfe der Phantasie gemutmaßt werden, weil die Riesenwohnmaschine erst in einigen Jahren aufgestellt sein wird – an einem für Denkmäler sehr günstigen Platz übrigens, auf der sogenannten Filderebene am Rande Stuttgarts, wobei die Nähe der Autobahn garantiert, daß alle an der schwäbischen Hauptstadt Vorüberfahrenden auch wirklich den rechten Eindruck von der Gigantomanie Kletts erhalten.” Der Spiegel (1959)

In fact, one out of the five original Unités d’Habitation by Le Corbusier is in Berlin; however, articles in Die Welt and Tagesspiegel use Wohnmaschine as a generic term to describe a building otherwise known as Sozialpalast:

  • “Nicht jeder Schandfleck ist ewig: In der Berliner Wohnmaschine “Sozialpalast” zeigen Migranten, wie man nach oben kommt. ” welt.de
  • “Die seelenlose Wohnmaschine, die städtebauliche Katastrophe, das Multi-Kulti-Kiezwohnhaus an der Ecke Pallas- und Potsdamer Straße hat sich gewandelt. Der soziale Brennpunkt aus den Neunzigern, das Haus mit dem großen Leerstand von damals verfügt heute über eine Warteliste für Mietinteressenten.” tagesspiegel.de

According to Wikipedia, the Süddeutsche Zeitung titled a 2002 TV feature about the same building „Die Wohnmaschine. Berlins Sozialpalast und seine Mieter“ (no longer live).

And another example from Switzerland, about another structure not designed by Le Corbusier: “Alltag in der Wohnmaschine. Die Hardau ist die größte Siedlung Zürichs und mit ihren vier Türmen ein ungeliebtes Wahrzeichen der Stadt. […] Ganz am Anfang der Arbeit hat uns die Gegensätzlichkeit, die Anonymität und die Ambivalenz der Hardau fasziniert. Eine erste Beziehung hatte ich, da ich jemanden kannte, der dort wohnt.
Die Siedlung hat ja keinen guten Ruf. Entspricht das äußere Bild der inneren Wirklichkeit?JH: Von außen wirkt die Hardau unfreundlich, anonym und schwer zugänglich. ”
magazin-world-architects.com

Finally, Wohnmaschine is also used to describe a house or an apartment filled with technical gadgets:

  • “Vom Haus zur Wohnmaschine […] Zigbee soll dumme Häuser in intelligente Wohnmaschinen verwandeln.” Der Spiegel (2004)
  • “Viele Menschen wehren sich dagegen, dass die moderne Wohnung zur »Wohnmaschine« degradiert wird. Mit Absicht wird in der Presse immer wieder dieses als brutal empfundene Wort gewählt, um darauf hinzuweisen, dass die mit Maschinen aller Art vollgestellte Wohnung nichts Behagliches, »Feierabendliches« mehr an sich habe: Radiostörfreier Staubsauger mit Mottenvertilgungsdüse, elektrischer Bodeneinwichs- und Blockapparat, wartungsfreier vollautomatischer Kühlschrank und andere Geräte sollen der Hausfrau die Arbeit erleichtern und auch bei der Hausarbeit einen Feierabend ermöglichen. ” chroniknet.de

Obviously, none of this has happened to Unité d’Habitation in English, a term only known to specialists to begin with. Therefore, the translation strictly works in “architectural” contexts.

This is an example of what might be called Wohnmaschine in contemporary German parlance:

Kestrel House, London, as featured on an album cover

Kestrel House, London, as featured on an album cover

And this is what Le Corbusier’s original version looks like:

Corbusierhaus_Berlin_B.jpg

Corbusierhaus Berlin

magazin-world-architects.com
Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: