Türkengedächtnis

Türkengedächtnis {n} = [memory of the Turkish siege(s)]

“Türkengedächtnis”
—literally, “memory of the Turks”—is a historiographical term referring to Austria’s collective memory of the Turkish sieges of Vienna in 1529 and 1683. In a narrower sense, it also refers to various structures and monuments in Vienna that somehow reflect this memory.

  • “Die Türken erinnern. Ausbildung und Überlieferung des Türkengedächtnisses im internationalen Vergleich […] Türkenangst und Bedrohung sind in Österreich seit langer Zeit tief verwurzelt. Das durch medialen Einsatz konstruierte und über Jahrhunderte im ‚kollektiven Gedächtnis’ verankerte Feindbild ‚Türke’ kann daher bei Bedarf bis heute für propagandistische Zwecke mobilisiert werden. Es wirkt identitätsstiftend: Die Vorträge der Tagung werden sich daher an der abgrenzend-wertenden, identitätskonstituierenden und macht- und herrschaftsstabilisierenden Funktion der Türkenrepräsentation in Vergangenheit und Gegenwart orientieren.
    Diese gegenwartsrelevante Thematik greift die Tagung ‚Türken erinnern’ auf und untersucht anhand breit gefächerter Thematiken die Ausbildung und Überlieferung des Türkengedächtnisses in Zentraleuropa und im internationalen Vergleich. […] Türkengedächtnis ohne Türken – Die polnischen Sobieski-Feiern seit 1883”
    hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
  • “Türkengedächtnis beschäftigt sich mit Entstehungs-, Deutungs- und Wertungszusammenhängen von Denkmalen, die im öffentlichen Raum Wiens an die Belagerungen durch die Osmanen erinnern.” tuerkengedaechtnis.oeaw.ac.at
  • Johannes Feichtinger, “Wiener “Türkengedächtnis” im Wandel. Historische und anthropologische Perspektiven, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft (ÖZP) 2 (2009), S. 249–263.” oeaw.ac.at
  • “Auf der Tagung „Die Türken erinnern“ sprechen auch Wissenschaftler aus osteuropäischen Ländern über das „Türkengedächtnis“ etwa in Ungarn und Polen. „Die Instrumentalisierung war auch in Polen stark“, sagt Heiss: „Der Sieg Jan Sobieskis wurde immer wieder dazu verwendet, Polen, das sich oft abseits Europas fühlte, in den Kreis der europäischen Staaten hereinzuholen. Auf der anderen Seite hatten die Polen immer wieder Schwierigkeiten, sich als Nation zu konstituieren. Auch da waren die Türken ein willkommenes Werkzeug, um ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen.“” diepresse.com
  • “”Türkenbilder und Türkengedächtnis in Graz und in der Steiermark” […] Der Türkenbrunnen auf dem Grazer Schlossberg. Das Türkenfeld bei Knittelfeld. Türkenbilder in der Mariatroster Basilika. Das Osmanische Reich hat in der Steiermark bis heute seine Spuren hinterlassen. Eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek Graz zeigt, welche Änderungen das Türkenbild von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart erfuhr und welche Bedeutung dem osmanischen Erbe in der Erinnerungskultur zukam.” uni-graz.at

It’s debatable whether “memory of the Turkish siege(s)” (or any other variant) qualifies as a “legitimate” translation or a circumlocution of an untranslatable Austrian cultural concept. Either way, here’s two examplesthat describe fairly well what the concept is all about.

  • The story, for some people, goes like this: in 1526, the Turks marched into Hungary and held its free, Christian peoples captive for over a hundred and fifty years. The country was laid waste, its people either starved or massacred, held under the rule of the despotic Turk despite all the attempts of their Christian neighbours to free them. On two occasions the Muslim hordes even tried to march on Vienna – the shadow of Islam was about to fall on the heart of Europe itself … The memory of the Turkish siege of Vienna (1683) arises from this landscape of symbols – a Muslim army, bristling with crescents, scimitars, and turbans, laying siege to a Christian city at the gate of Europe (139). “ From Ian Almond, Two Faiths, One Banner: When Muslims Marched with Christians across Europe’s Battlegrounds. Cambridge, MA: Harvard University Press, 2009, quoted after Eric Repphun, The Europe We Are Forgetting, International Journal of Baudrillard Studies, Volume 7, Number 2 (July, 2010)
  • “[…] in Vienna, a city with an omnipresent memory of the Turkish sieges of the 16th and 17th centuries. This memory is regularly exploited by the right-wing Freedom Party of Austria.” From Kathy Galloway, From the holy city: Is God male and does it matter? (Microsoft Word/DOC format)
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